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Zwischen Geschichte und Gegenwart: Regener Schüler auf Spurensuche in München

„Auf den Spuren von Monarchie, Diktatur und Demokratie“ – unter diesem anspruchsvollen Motto begaben sich Abschlussschülerinnen und -schüler der 9. Klasse der Schule am Weinberg kurz vor den Weihnachtsferien auf ihre Abschlussfahrt in die Landeshauptstadt München. Vom 15. bis 19. Dezember 2025 erkundeten die Jugendlichen unter der Leitung ihrer Lehrkräfte Katharina Dillinger und Kilian Wenzel, wie die deutsche Geschichte die heutige Gesellschaft prägt.

Erster Halt: Widerstand und Stadtgeschichte

Gleich nach der Anreise mit der Bahn am Montag startete die Gruppe in das historische München. Ein Stadtrundgang führte die Schülerinnen und Schüler zu zentralen Orten wie dem Viktualienmarkt, dem Karlsplatz und dem Marienplatz.

Von Schein und Sein

Der Dienstag stand im Zeichen der Wahrnehmung. Im WOW-Museum setzten sich die Jugendlichen mit den Themen Täuschung und Realität auseinander. Anhand optischer Illusionen lernten sie kritisch zu hinterfragen: „Kann ich meinen eigenen Augen trauen?“ – eine wichtige Kompetenz für den heutigen Umgang mit Medien. Am Nachmittag tauchten sie in der immersiven Ausstellung „Die Legende der Titanic“ tief in das Lebensgefühl des frühen 20. Jahrhunderts ein. 

Die dunklen Kapitel der Geschichte

Der Mittwoch und Donnerstag standen im Zeichen der Auseinandersetzung mit der NS-Zeit. Im NS-Dokumentationszentrum blickten die Schülerinnen und Schüler zurück auf die Jahre 1919 bis 1945. Die Brücke zur Gegenwart wurde geschlagen, indem aktuelle politische Strömungen und die Bedeutung demokratischer Werte diskutiert wurden. Besonders eindringlich war der anschließende Rundgang über den Königsplatz.

Einen emotionalen Höhepunkt bildete der Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau. Im Austausch mit dem Rundgangsleiter Dr. Björn Mensing erfuhren die Jugendlichen viel über Einzelschicksale – teils sogar mit Bezug zu ihrer Heimatstadt Regen. Der Abschluss in der Kapelle der Evangelischen Versöhnungskirche bot Raum für Stille und Reflexion über das Erlebte.

Glanz der Monarchie und Lebensgefühl der Moderne

Dass Geschichte auch prunkvoll sein kann, erlebten die Jugendlichen beim Spaziergang rund um das Schloss Nymphenburg, dem Sommersitz der bayerischen Monarchen aus dem Hause Wittelsbach.

Gemeinschaft und vorweihnachtlicher Zauber

Trotz des dichten Programms kam auch die Freizeit nicht zu kurz. Ob beim gemütlichen Bummel über den Christkindlmarkt, einem rasanten Bowling-Abend, dem Besuch des alternativen Tollwood-Festivals oder einer Runde Schwarzlicht-Minigolf – die Klassengemeinschaft stand im Mittelpunkt. Auch die moderne Seite Münchens lernten die Schülerinnen und Schüler beim Abstecher in die BMW-Welt und den Olympiapark kennen.

Erschöpft, aber sichtlich beeindruckt von der Vielfalt der Eindrücke, kehrte die Gruppe am Freitag nach Regen zurück. Die Fahrt hat gezeigt, dass Geschichte nicht nur in Lehrbüchern steht, sondern an jeder Straßenecke in München lebendig wird – und wie wichtig es ist, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen.