Ein besonderer Ort für Kinder im Herzen der Stadt

Im Untergeschoss des Kindergartens St. Josef befindet sich die SVE.
SVE heißt „schulvorbereitende Einrichtung“ und ist für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt gedacht, die in ihrer emotionalen, sprachlichen und sozialen Entwicklung verzögert sind.

Da diese Kinder besondere Unterstützung, viel Zeit und Aufmerksamkeit brauchen, ist die Gruppe mit maximal 12 Kindern belegt, die von einer Heilpädagogischen Förderlehrerin und einer Erzieherin betreut werden. Zusätzlich kommt einmal in der Woche eine Lehrkraft der Schule am Weinberg zur Förderung. Auch eine Ergotherapeutin und eine Logopädin unterstützen uns bei Bedarf.

Ziel der SVE ist, die Kinder je nach Möglichkeiten, anschließend in die normale Regelgrundschule, oder einer anderen geeigneten Schule (z.B. Schule am Weinberg, Klasse für Körperbehinderte, Flexi-Klassen am Wohnort) weiterzuempfehlen.

Dazu sind viele Fähigkeiten notwendig, die die Kinder beim gemeinsamen Spielen, Lernen, Malen, Basteln, Werken, Handarbeiten, Kochen, Singen, Sporteln, Wandern, Gärtnern und bei Erlebnis und Abenteuerpädagogischen Projekten erwerben und vertiefen.

Unser Motto lautet getreu Konfuzius:
„Sage es mir – und ich werde es vergessen
Zeige es mir – und ich werde es vielleicht behalten
Lass es mich selber tun – und ich werde es erinnern.“

 Deshalb ist es uns wichtig, von Anfang an selbständiges Lernen mit allen Sinnen zu ermöglichen und die Kinder in Planungs- Entscheidungs- und Durchführungsprozesse miteinzubeziehen.

Ein schönes Beispiel dafür ist unser wöchentliches Kochangebot. Gemeinsam haben die Kinder Gerichte ausgesucht, die sie gerne essen und die Bilder davon auf ein großes Plakat geklebt.
Schon hier wurde viel gesprochen, viel gelacht, mit Schere und Kleber gearbeitet, Wortschatz erweitert und Pläne geschmiedet.
Beim Einkaufen gilt es dann, die richtigen Lebensmittel in der richtigen Anzahl zu besorgen.
Die Merkfähigkeit, der Umgang mit Mengen, der Umgang mit Geld und richtiges Verhalten in der Öffentlichkeit werden ganz natürlich geübt.
Jeden Freitag, entscheidet ein Kind, was und mit wem es kochen möchte. Es gab heuer schon, Nudelsuppe, Kuchen, Waffeln, Pizza, Pommes, Semmeln, Plätzchen, Pfannkuchen, Pudding, Häppchen, Eis und vieles mehr. Natürlich war alles selbstgemacht und die Kartoffeln für die Pommes wurden von den Kindern sogar selbst aus der Erde geholt.
So erfahren die Kinder unmittelbar die Lebenszusammenhänge und der Lernerfolg schmeckt auch noch lecker und kann stolz mit der ganzen Gruppe geteilt werden.

Kinder, die die Erfahrung machen: „ich kann was, ich weiß was, ich bin wer“ werden den Anforderungen durch die Schule selbstbewusster entgegengehen, erfolgreicher Konflikte und Probleme bewältigen und das eigene Leben selber in die Hand nehmen.

Dieses Ziel verfolgen wir auch mit unserem jährlichen Pferde-Projekt.
Auf dem Hof von Frau Ortbauer, die eine Zusatzausbildung als Reittherapeutin hat, können die Kinder die Pferde streicheln, putzen, ausmisten, füttern, führen und natürlich reiten.
Auch hier zeigt sich ein schneller Zuwachs an persönlichem Mut, Selbstvertrauen und Kompetenz. Am Schluss hatten einige Kinder bereits „die Zügel selber in die Hand genommen“ und konnten ihr Pferd im Schritt selbständig lenken und anhalten.
Diese Glücksgefühle bleiben lange in Erinnerung und stärken die Kinder für neue Herausforderungen.

Lucia Ortbauer, Heilpädagogin, Reittherapeutin

       

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