Zugegeben, das Wetter zeigte sich am Freitag, dem 15.11.2019, nicht gerade von seiner allerbesten Seite. Kalte Temperaturen, Wolken, Wind. Aber das war gerade an diesem Vormittag kein Problem für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8/9 der Schule am Weinberg und ihre Lehrerin Katharina Dillinger.

Denn als sie von den neugierigen Blicken der sanftmütigen Lamas und Alpakas am Hof von Silke und Tom Ganserer in Rinchnach erwartet wurden, war die Freude groß. Die Jugendlichen konnten es kaum erwarten, die Tiere zu streicheln und mit ihnen zur lang ersehnten Wanderung aufzubrechen. Doch bevor den zwölf Lamas und Alpakas Halfter und Leine umgelegt wurden, versorgte Silke Ganserer die Besucher noch mit allerlei wichtigen Informationen rund um die Tiere. So erfuhren die Gäste Wissenswertes über die Nahrungsgewohnheiten, Herkunft, Streichelvorlieben und die durchaus hygienische Lamatoilette.
Nach Begutachtung über den Zaun durfte jeder Schüler und jede Schülerin sich sein Lama bzw. Alpaka für die einstündige Wanderung über Wälder und Wiesen rund um den Hof aussuchen. Vor der Wanderung stand jedoch erst einmal Schönheitspflege auf dem Programm. Die Lamas genossen die erste Kontaktaufnahme mit ihren Gästen, die das dicke und wollige Fell bürsteten. Es dauerte nicht lange und Mensch und Tier waren unzertrennlich.
Manche Tiere nutzten den Spaziergang über die Wiese sogleich für einen Snack, sodass es schon einiger Überzeugungskraft seitens der Jugendlichen bedurfte, die Lamas und Alpakas zum Weitergehen zu motivieren. Mit viel Geduld und Sanftmut war das Waldstück, in dem sich die Lama-Toilette befand, bald erreicht. „Lamas und Alpakas verrichten ihre Notdurft stets an der gleichen Stelle. Das machen sie, weil in ihrer Heimat Futter sehr rar ist. Dadurch wird Essbares nicht unnötig verschmutzt.“, erklärte Tom Ganserer. Von dort aus ging es in der Kolonne weiter zur Badestelle. Die Tiere nutzten hier die Gelegenheit für ein erfrischendes Fußbad. Im Sommer, wenn es heiß ist, legen sie sich zur Abkühlung in den Bach. Während der ganzen Wanderung war es, was sonst bei dieser Truppe selten vorkommt, ziemlich still. Man merkte, dass alle die gemeinsame Zeit mit den Tieren genossen und die Sorgen des Alltags für kurze Zeit vergessen waren. Der Wohlfühlfaktor war an diesem Vormittag für alle Beteiligten hoch.
Zurück auf dem Hof erwartete Silke Ganserer mit einer Kanne heißem Tee die Gruppe und lud ein, noch einen Augenblick auf der Veranda der Blockhütte zu verweilen. Der Ausflug bereitete den Schülerinnen und Schülern so viel Freude, dass allen der Abschied sichtlich schwerfiel. Das war bestimmt nicht der einzige Besuch bei den faszinierenden und liebenswerten Tieren und ihren gastfreundlichen Haltern.

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